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Presse
Neue Presse Coburg, 7.6.2010
Felix Draeseke - ein Großer unter den Vergessenen
"Wie spannend und dramatisch sein Weg einer neuen progressiven Musik ist,
demonstrierte das geschwisterliche Violinduo Christoph und Marie-Luise Dingler
(Mannheim) schon in den Zwischenspielen zur Lesung von Hans Hoffmann in der
Aula des Casimirianum. Mit leidenschaftlichem, jungen und feurigen Spiel
interpretierten sie Draesekes "Suite op. 86", die gegenüber "Preludium und
Fuge" von Francis Chagrin (1905-1972) fast klassisch maßvoll klang: besondere
virtuose Spielkunst aber legten sie im "Duo Concertant Nr. 1 E-Dur" des
Vertreters der Mannheimer Schule, Ferdinand Fraenzl (1767-1833), an den Tag."
Von Dr. Peter Müller |
Südwest Presse Ulm, 26.10.2009
Magische Augenblicke - Beindruckendes
Stipendiaten-Konzert der Albert-Eckstein-Stiftung
(...) Groß, füllig, satt der Ton von Marie-Luise Dingler, passend zu deren
rassigem Ausdrucksbedürfnis. (...) Überhaupt war dieses Bachsche
g-Moll-Konzert ein Höhepunkt des (...) Abends, Ausdruck auch der musikalischen
Reife des (...) Stipendiaten-Ensembles. Ein transzendentes Leuchten durchzog
nicht zuletzt das Largo. |
Wormser Zeitung, 24.9.2008
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red.Hangen-WeisheimStilsicher durch Epochen
- Klassisches Konzert in Hangen-Weisheim
verzaubert Zuhörer
(...) Aus Mannheim angereist waren die Geschwister Marie-Luise und Christoph
Dingler, beide Violinisten, die das Gotteshaus mit ganz besonderer Musik
verzauberten. Sehr stilsicher in allen Zeitepochen, mit außerordentlichem
technischem Vermögen und einfühlsamer Musikalität agierten zwei junge
Künstler, die sicher künftig noch weiter von sich reden machen werden.
So erklang zunächst Musik aus dem 18. Jahrhundert: die dreisätzige
F-Dur-Sonate von Jean-Marie Leclair in historischer Aufführungspraxis. Die
barocken Instrumente wurden tiefer gestimmt und mit einem zur Barockzeit
üblichen Bogen gestrichen.(...)
Im Programm folgte das „Duo Brillante", ein Werk des französischen Komponisten
Charles Dancla (1817-1907). Wer Dancla als Verfasser von Violinetüden kennt,
hörte hier eine wunderbare Kammermusik, die von den Geschwistern Dingler
äußerst virtuos, brillant und gefühlvoll vorgetragen wurde. (...)
Ein wahrer Leckerbissen für alle Musikliebhaber, die C-Dur-Sonate op. 56 von
Sergej Prokofiew, erlaubte es Marie-Luise und Christoph Dingler noch einmal,
die ganze Bandbreite ihres Könnens unter Beweis zu stellen. Feuer, Lyrik,
Technik und Gefühl mussten in ständiger Abwechslung parat sein, um dieses
spieltechnisch sehr anspruchsvolle Werk angemessen zu interpretieren. |
Rhein-Neckar-Zeitung, 1.9.2008 - von Klaus RoßMischung aus Spielwitz und Finesse
- Duo Dingler zu Gast in der Heidelberger Heiliggeistkirche
Ihre besondere künstlerische Verbundenheit und Entdeckerfreude nutzen die
geigenden Geschwister Christoph und Marie-Luise Dingler immer wieder, um dem
kaum bekannten Kammermusik-Repertoire für zwei Violinen endlich zu
angemessener konzertanter Präsenz zu verhelfen. Bei seinem Auftritt in der
Heidelberger Heiliggeistkirche machte das unkonventionelle Duo mit einem
facettenreichen Programm und ausgefeilten Interpretationen deutlich, dass es
an gehaltvollen und klangattraktiven Originalwerken für die exotische
Besetzung keineswegs mangelt.
Wie stilsicher und homogen die beiden bei Dora Bratchkova in Mannheim
studierenden Nachwuchskünstler musizieren, belegte bereits die eingangs - auf
barocken Instrumenten - vorgetragene dreisätzige F-Dur-Sonate von Jean-Marie
Leclair (1697-1764). Die wunderbar geschmeidig-sonore Wiedergabe des in seiner
Sinnlichkeit vor allem an Vivaldi gemahnenden Stückes verriet eine
koloristische und phrasierungsspezifische Balance, wie sie wohl nur in solch
einer familiär geprägten Duo-Konstellation möglich ist. Von Leclairs
französischem Landsmann Charles Dancla (1817-1907) folgte mit dem auch
dreisätzigen „Duo brillante" Nr. 1 A-Dur ein Werk, in dem der berühmte
Etüdenschreiber als überraschend fein- und tiefsinniger Kammermusik-Schöpfer
zu erleben war. Christoph und Marie-Luise Dingler warben überaus klangschön
für diese melodiöse Trouvaille, die trotz ihres explizit „brillanten"
Charakters von virtuosem Leerlauf bemerkenswert weit entfernt war.
Im Falle von Sergej Prokofiews 1932 entstandener C-Dur-Sonate opus 56 mutet
die besetzungsbedingte Vernachlässigung beinahe tragisch an, denn das Stück
zeigt den Komponisten auf der Höhe seines Könnens und insbesondere seines
lyrischen Ausdrucksvermögens. Das junge Duo formte den klanglich wie emotional
ergiebigen Viersätzer mit einer Mischung aus Spielwitz und Detailfinesse, die
kaum werkgerechter vorstellbar schien. Wie selbstverständlich die beiden
Dinglers darüber hinaus auch allerneueste Kompositionen in ihr
Konzertrepertoire integrieren, dokumentierte die programmkrönende „Geisterspiel"-Fantasie
der Koreanerin Myung-Sun Lee (*1973): eine atmosphärisch dichte, instrumental
höchst wirkungsvolle Musik in begeisternd spannungsgeladener und beredter
Darbietung.
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Weinheimer Nachrichten, 17.3.2008
Geschwister Dingler zelebrieren Mozart - Beeindruckendes Violinkonzert in der "Alten Synagoge"Leutershausen im
Rahmen der Musikreihe "Concerti e piu" des Kulturfördervereins
LEUTERSHAUSEN. Es gibt Instrumentalisten, die über einen Musizierstil
verfügen, von dem sich die Hörer willig verführen lassen, ohne darüber
nachzudenken, was eigentlich im Programm steht. Die Geschwister Marie-Luise
und Christoph Dingler, die unter dem Namen „Das Violinduo" auftreten gehören
zu dieser Kategorie, denn sie spielen mit einer exzellenten und geschmeidigen
Bogentechnik, bei der Auf- und Abstriche so perfekt aufgrund einer fabelhaften
Grifftechnik ineinander gehen, dass sie feinste Verzierungen genau so sicher
beherrschen wie Zwei- und selbst Mehrstimmigkeiten.
Die Tongebung des Duos wie geschaffen für die gute Akustik in der „Alten
Synagoge", in der sie ihre kostbaren Instrumente immer unter eleganter
Kontrolle hielten. Das Publikum war hingerissen vom Spiel des Duos, denn immer
wieder vermischten sich nach den einzelnen Werken Bravorufe mit heftigem
Applaus. So hatte das Duo leichtes Spiel mit seiner Spielweise, die sich
strikt an das Notenbild hielt wie bei Wolfgang Amadeus Mozarts „Duo für
Violine und Viola in B-Dur KV 424" mit den Sätzen „Adagio - Allegro - Andante
cantabile und Andante con variazoni", das Mozart 1783 als Freundschaftsdienst
für Johann Michael Haydn schrieb, der wegen Krankheit seinen Auftrag für sechs
Duos für Erzbischof Colloredo nicht beenden konnte und der deshalb das Gehalt
von Haydn wegen Verspätung sperren wollte. Die beiden Interpreten schufen bei
diesem Werk ein über aus schönes, rundes, glattes und perfektes Mozartbild mit
eine wunderbaren Harmonik mit angereicherten Doppelgriffen und dynamischer
Vielfalt, was hin und wieder die Illusion erweckte als spielten mehr als zwei
Streicher. Es erhöhte den Reiz, dass Marie-Luise Dingler mit der Bratsche als
zweites Instrument perfekt ausbalancierte, die Violine genau begleitende
Akzente setzte, die sich besonders im „cantabile" als herrlicher
Zwischengesang niederschlugen, was unterstrich, dass Mozart mit diesem Duo ein
Kunstwerk höchster Art geschaffen hat. Wie aus dem Ei gepellt die aufs Schöne
klar abgestellte Wiedergabe des Stücks „Duo Brillante Nr. 2" vom französischen
Violinsolisten und Komponisten Ch. Dancla in den Sätzen „Allegro moderato a
maestoso - Allegro non troppo maestoso - Allegro comodo".
Im 18. Jahrhundert nahm die Musikgattung „Duo" am enormen Aufschwung der
französischen Violinmusik teil, wie es einer seiner Träger wie Dancla mit
diesem „Duo" bezeugt. Dieses Werk ist geradezu ein Schwelgen im Klang, was an
die Interpreten höchste Anforderungen stellte. Mit fingerbrecherischen Griffen
entfaltete das Werk eine Melodienseligkeit, die nach guten Violinen geradezu
schrie. Einfach herrlich der Tonzauber, den die Interpreten ihren kostbaren
Violinen entlockten, die aus dem
Geigenbau-Atelier Martin Schleske aus München stammen. Dieser Geigenbauer
ist den alten italienischen Geigenbauern aus Cremona wie Montagnana und
Guarneri auf der Spur und schuf exakte meisterhafte Kopien, die dem Original
im Klang fast aufs Haar gleichen. Die beiden Solisten konnten deshalb auch
ihre ganze geigerische Raffinesse ausspielen und entführten das Publikum in
wundersam entrückte Tonregionen, die auch in den schnellen Skalen und Figuren
durch das virtuose Spiel nie an Eleganz verloren.
Ein schönes Beispiel für die Tonsprache von Sergej Prokofjew war die „Sonate
pour deux Violine" mit den Sätzen „Andante cantabile - Allegro - commodo -
Allegro". Härter in der Diktion wie das vorangegangene Werk und durchsetzt mit
sehr bewegter Figuration. Ein wahrer Virtuosen-Hexenritt, bei dem die
Interpreten trotz der halsbrecherischen Herausforderungen in diesem Stück der
Klarheit und der Leidenschaft nichts schuldig blieben. Elektrische Funken
schienen phasenweise bei diesem Werk zu sprühen, das mit feiner kecker
Rhythmik begann und bis zum Finalsatz von rhythmischer und dynamischer
Vielfalt lebte, galt doch auch Prokofjew mit seiner höchstpersönlichen
musikalischen Sprache neben Schostakowitsch als bedeutendster Komponist der
Sowjetunion. Einen besonderen Glanzpunkt beim Konzert aus der Reihe „Concerti
e piu" des Kulturfördervereins setzte die Komposition „Geisterspiel" der
koreanischen Komponistin Myung - Sun Lee mit einem famosen Schattenspiel der
Tänzerin Jelka Mohrfeldt bei Kerzenlicht. Trotz der abstrakten und exotisch
wirkenden Klänge war das Stück gar nicht mal so fremd für europäische Ohren
und war ein expressiver Schlusspunkt. G.J. |
myspace.com 22.März
2008
"Beautiful Playing !! Fantastic!!"
Mark Feldmann
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Allgemeine Zeitung 22.11.2007
Junge Musiker brillieren beim
Konzert im Landtag
...Das
Violinduo der Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler eröffneten den
Abend mit dem "Duo brillante" op. 64,1 von Charles Dancla. Die warme, weiche
Tongebung der beiden kam der französischen Hochromantik sehr entgegen; vor
allem das harmonisch aufgeladene Andante zeigte betörende Schönheiten, und das
Finale offenbarte Spielfreude des Duos...
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Rheinpfalz 14.11.2007 ...Perfekt
aufeinander eingespielt sind auch die Geschwister Marie-Luise und Christoph
Dingler, die als Violinduo weit über die Region hinaus bekannt sind. |
Rheinpfalz
24.4.2006
Jugendlicher Elan und Können - Studenten der Musikhochschule spielen in der Ludwigshafener
Stadtbibliothek
....Die Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler aus dem
pfälzischen Bockenheim, die bei Professor Dora Bratchkova studieren,
gehören zu den größten Talenten der Musikhochschule. Mehrfach waren
beide beim Preisträger im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert",
Mitglied im Bundesjugendorchester und treten konzertant als Violinduo auf.
Davon gaben sie eine erfrischende Kostprobe mit Auberts "Chaconne"
für zwei Violinen: saftig musiziert, mit einer Fülle kräftiger
Klangvaleurs und lustvoll ineinander verwobenen Geflechten.
Christoph Dingler musizierte abschließend Beethovens Violinsonate Es-Dur,
die Herztöne der Musik in großer Intimität formend, in einer sehr nach
innen gerichteten Aufführung. [...]
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Rhein-Neckar-Zeitung
11.7.2005
Carmen tanzte in der Burggraben-Arena -
Marie-Luise Dingler interpretierte mit dem Orchester Auftakt unter
Tobias Freidhof Saint-Saens´h-Moll-Violinkonzert mit Feuer und Schmelz
Neckarelz. Der Star ist diesmal nicht die Mannschaft. Der Star beim
Burggrabenkonzert des Heimatvereins ist die blutjunge Geigerin Marie-Luise
Dingler. Ein zartes Persönchen von zierlicher Gestalt, aber eine ungemein
starke, kraftvolle Persönlichkeit. Eine Carmen ganz in schwarz, deren
hingebungsvolles Spiel noch die letzten Reihen der ordentlich besetzten
Burggraben-Arena elektrisiert: Carmen tanzt und singt und spielt. (...)
Eine Offenbarung ist das Spiel von Marie-Luise Dingler. Saint-Saens h-
Moll Konzert ist eine geigerisch ganz schwere Übung. Dafür steht schon
der Name des Widmungsträges, des Hexers auf der Violine Pablo de Sarasate.
(...)
Sie spielt schonungslos offensiv mit Mut zu hohem Risiko und mit
brillantem Ton. Sie pflegt eine ideale Mischung aus Schärfe, Süße und
Säure, aus Temperament und Poesie.
Die aggressive Geste des Hauptsatzes meißelt sie mit wilder Kraft aus den
tiefen Saiten ihrer Violine heraus. Die Süße des Seitenthemas ist
geheimnisvoll nach innen gewandter Gesang von ebenso reiner Schönheit wie
der öffentlichere der B-Dur-Bakarole des zweiten Satzes. Ihr Feuer im
spanisch kolorierten Finalsatz, im Wirbel der Strichvarianten -
energisches Staccato, keck aus dem Fingergelenk geschütteltes Spiccato -
reißt von der dramatischen Solokadenz bis zu den tänzerischen
-verführerischen Elementen hin und mit. Und dazu kommt noch die reife
innere Ruhe des choralartigen Einschubs.
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Echo online 27.6.2005 Mit jugendlichem Schwung
Darmstadt. (...) der den kniffligen Part von Mendelssohns
e-Moll-Violinkonzert op. 64 klanglich ausgewogen und in weitgehend
gelungener Balance mit dem Solisten ausführte. Der neunzehnjährige Christoph
Dingler, mehrfacher Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, bewährte
sich als technisch gewandter Geiger mit schönem Ton und musikantischem
Temperament. Brillant führte er das filigrane Figurenwerk aus. (...) Das
quirlige Finale gelang besonders überzeugend; die Bravorufe des Publikums
waren wohlverdient.
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Rheinpfalz26.04.2005
Hervorragendes auf zwei Violinen
- Marie-Luise
& Christoph-Friedmann Dingler eröffnen Konzertreihe des Kiwanisclubs (...)
das mittlerweile über die Region hinaus bekannte Violinduo spielte Werke vom Barock bis zur Gegenwart.
Der Präsident des Kiwanisclubs Dr. Ostertag überreichte den Förderpreis "für hervorragende künstlerische Leistungen"
(...)
(...) auch hier war die musikalische Übereinstimmung der beiden Violinen hervorragende
(...) und all das mit einer
Intensität und Folgerichtigkeit gespielt, dass das Publikum sich mit gutem Grund begeistert zeigte. man kann sich in der Tat kaum vorstellen, dass es besser zu machen wäre. |
Rhein-Neckar-Zeitung 16.2.005 Für
trübe Gedanken blieb keine Zeit Heidelberg-Dossenheim: Die Geschwister Christoph & Marie-Luise Dingler überzeugten mit Liedern von Gerhard Winkler
(...) Die mehrfachen Preisträger (...) begeisterten durch Ihr Können
(...) mit Sicherheit wird der Name Dingler in Zukunft von sich reden machen |
Rheinpfalz 10.3.2005 - von Roland HappersbergerSalonmusik erster Güte
- Bockenheimer Violinduo nimmt CD mit Musik von Gerhard Winkler
auf
Gerhard Winklers Melodien sind in den Kaufhäusern noch präsent: „Die goldene Zeit des deutschen Schlagers" oder so ähnlich heißen CD-Sampler, die bereit halten, was zwischen 1930 und 1945, meist per Tonfilm popularisiert,
das Publikum U-musikalisch erfreute. Irgendwo zwischen Leander und Fritsch singt Rudi Schurike „0 mia bella Napoli", und Magda Hain schwärmt: „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt". Komponist dieser Schlager ist Gerhard Winkler (1906-1977), ein zweifellos einfallsreicher Meister der leichten Muse. Sentimentalitäten sind nicht die Sache des jungen Bockenheimer „Violinduos" und seiner am Klavier begleitenden Mutter. Christoph, Marie-Luise und Gertrude Dingler haben zwölf Winkler-Titel aufgenommen und der selbst
verlegten CD den Titel „Optimismus ist die beste Medizin" gegeben. Dabei vermeiden sie Schmalz-Effekte, es gibt kein Dehnen und Schluchzen.
Es waltet ein sachlicher Ernst in den Aufnahmen und Respekt vor dem Notentext. Die Tempi sind straff, aber nicht überzogen, die beiden jungen Geiger spielen klar, mit schlankem, bisweilen fast herbem Ton, das Klavier begleitet zweckmäßig und unprätentiös, das Klangbild ist ausgewogen, der Duktus lebhaft -
und es erweist sich, dass Winkler vorzügliche Musik geschrieben hat. Da passiert was, da gibt es kaum die heute für Schlager typische Primitivität und Ödnis,
keine Wiederholung des immer Gleichen. Die Stücke sind rhythmisch und melodisch brillant, kurz: Salonmusik erster Güte, der auch ohne Gesang und Begleitorchester nichts fehlt.
Die Wahl dieser Musik überrascht, trifft vielleicht auch auf Bedenken: Immerhin war Winkler Teil jener NS-Kulturinsdustrie, die das Publikum animierte, sich in unerreichbare
Fernen zu träumen und dabei zu vergessen, dass ein verbrecherischer Krieg gerade die Ehemänner und Söhne fraß. Ein Textbeispiel von 1940: „Optimismus ist die beste Medizin! Alle Schmerzen, alle Sorgen schnell entfliehn, wenn du lustig bist und total vergisst, was vielleicht nun einmal nicht zu ändern ist..."
Christoph Dinglers Antwort ist entwaffnend einfach: "Motivation ist nicht Nostalgie". Sie spielen Winkler, weil die Musik so schön klingt und effektvoll
für zwei Violinen arrangiert ist. Das stimmt. Von den heute noch richtig bekannten Winkler-Titeln ist nur der „Frühling in Sorrent" aufgenommen, ansonsten manches, was man irgendwie schon mal gehört hat. Gegen Ende der CD scheint die spielerische Munterkeit und Farbigkeit zuzunehmen, es gibt einen fast
elegischen langsamen Walzer (,;Eine Geige spielt leise von Liebe") und einen witzigen Fox („Hinter der Düne"). Der Frühling in Sorrent" ist dann in einer bestrickend verhaltenen und subtilen Weise geboten, bei der hinter jeder Schattierung überlegter Gestaltungswille aufscheint. Neckisch naiv dann das „Verliebte Ballett", wahrhaft spanisch das „Blau sind die Nächte in Spanien" und schließlich ein Czàrdàs („Spiel Zigeuner"), an dem auch Altmeister Barnabas von Geczy seine Freude gehabt hätte.
Liebhabern derartiger Klänge kann die CD - mit Refraintexten zum Mitsingen - empfohlen werden. Eine Fortsetzung ist versprochen: Zwei weitere Winkler-Silberlinge sollen „mit Unterstützung durch den Verlag BMG" im nächsten Jahr zu Gerhard Winklers 100. Geburtstag erscheinen. „Wir werden auch weitere Komponisten der 30er und 40er Jahre in unserer Besetzung einspielen, unter anderen Peter Kreuder, Franz Grothe und Michael Jary, da die Musik dieser Zeit so professionell für zwei Violinen gesetzt ist", fügt Christoph Dingler hinzu.Die CD ist erhältlich unter CD-Shop oder in Grünstadt bei Foto
Hierat.
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Rhein-Neckar-Zeitung 27.7.2004 - von Yvonne Kaul
Alles rund um Musik, Noten und den guten Ton
- Im Rohrbacher "Quartier am Turm" fand der erste Heidelberger Musikalienmarkt statt (..)
Käuflich zu erstehen war sogar der richtige Wein zum Ton.
Mit einem Angebot der besonderen Art wartet der Stand des Schlossgutes Janson auf. Die weltweit erste "musikalische Weinkarte" wird hier angeboten, ein Paket aus sechs erlesenen Weinflaschen und einer speziell auf die Weine abgestimmten CD.
Das Konzept: Für jede Sorte wird ein passendes Musikstück ausgesucht, dessen Melodie und Rhythmus den Weingenuss perfekt machen soll. Die prickelnde Idee macht vor allem eins deutlich: Bei den Versuchen, eine musikalische Brücke zu schlagen, sind an diesem Tag der Phantasie keine Grenzen gesetzt. |
Sonntag aktuell 9.5.2004
Unwiderstehlich und faszinierend
- Nachwuchskünstler musizieren im Ludwigshafener Hack-Museum
Ludwigshafen. Ein Blick über den Rhein auf die segensreiche Tätigkeit der Pfälzischen Musikgesellschaft (PMG) brachte außer der vertrauten Begegnung mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester auch die durchaus lohnende mit zwei Künstlerinnen, die trotz ihrer blühenden Jugend schon auf beachtliche Erfolge verweisen können. (...)
Die vielfach preisgekrönte 19-jährige Marie-Luise Dingler eröffnete das meditative Werk (Arvo Pärt: Fratres) souverän mit einer großen Violinkadenz. Die danach immer um eine Terz tiefer erklingenden sechstaktigen Streichersequenzen, von leisen Klopfzeichen strukturiert, zogen den Hörer in einen unwiderstehlichen Sog der Kontemplation. Mit herzlichem Beifall, dankte das spürbar faszinierte Publikum den Künstlern, vor allem der jungen Solistin.
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27.4.2004Mit Frühlingskonzert Traditionen auf brechen MGV 1876 Pfeddersheim bietet gelungenes Musik- und Tanzprogramm
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Mit einer gelungenen Mischung aus Evergreens, Kunstliedern und traditionellen Männerchorliedgut versprühten die Sänger am Sonntag Kaffeehausatmosphäre.
Unterstützt wurden sie dabei kräftig vom international erfolgreichen Violinen-Duo Christoph und Marie-Luise Dingler. (..)
Ihr großes musikalisches Talent bewiesen die 18 und 19 Jahre alten Geschwister Dingler mit ihrer gelungenen Interpretation
von „Bei dir war es immer so schön": Virtuos erfassten sie die drei verschiedenen Rhythmen des Stückes und versprühten phantastische Harmonien.
(...) (Patricia Seidel) | Zum Frühlingswalzer „Tulpen aus Amsterdam", tanzten die jungen Männer und Frauen der zum Gesangverein gehörenden „Pedderschemer Tanzperlchen".
Foto: Alessandro Balzarin | |
Kultur Regional, 14.4.2004 - von Roland HappersbergerStrahlender Ostermontag Wunderschönes Barockkonzert in der Kindenheimer Kirche Strahlend, klar, heiter, ein wunderschöner Abschluss des Osterfestes: das war das „Festliche Barockkonzert" in der Kindenheimer Kirche, am Ostermontag geboten von Gertrud Dingler an der Orgel und, an drei Violinen, ihren Kindern Christoph und Marie-Luise sowie Hans Berg, alle drei ebenso junge wie fähige Instrumentalisten. Den Musikern gelang dabei das bewundernswerte Kunststück, Musik, die sonst unter Mitwirkung eines Kammerorchesters verwirklicht wird, solistisch in einer Weise zu spielen, die nichts vermissen ließ. Ihr Können und die ebenso vorzügliche Akustik in der kleinen Kirche halfen dabei, legitimiert ist das Verfahren sowieso: Im Barock war es selbstverständlich, Kompositionen den Aufführungsmöglichkeiten anzupassen. Zunächst ein überaus inspiriertes Konzert von Antonio Vivaldi (1678 bis 1741) in F-Dur, in dem sich die drei Geiger mit der Orgel vereinigten. Rasches, spritziges Grundtempo, einwandfreie Beherrschung des Notentextes, strahlender Gesamtklang gefielen sofort. Das Eingangsallegro bestach durch Kraft und Entschlossenheit, im Andante bewies Hans Berg die Fähigkeit zu subtiler und ungemein lebendiger, detailreicher Artikulation, auch die Kraft und Schönheit des Orgel-Subbasses ließ aufhorchen, war nahezu körperlich spürbar.
Insgesamt ließen sich hier die unterschiedlichen Spielweisen der drei schön vergleichen: Christoph Dingler spielt kräftig und entschieden, phrasiert weiträumig und großzügig, Marie-Luise Dingler bevorzugt einen breiteren Klang, während Hans Berg, der als einziger ein Barockinstrument mit Darmsaiten spielte, in kürzeren Einheiten gestaltet, sicher auch musikantischer spielt. Bemerkenswert, wie gut die drei Geiger miteinander und mit dem klaren Orgelspiel harmonierten. Informativ und charmant geriet die kleine Instrumentenkunde, in der Gertrud Dingler die klanglichen und technischen Unterschiede der Barockvioline gegenüber den modernen Stahlsaiteninstrumenten den Zuhörern - der Kirchensaal war ganz, die Empore halb besetzt - nahe brachte. Was die Barockvioline kann, zeigte Berg in der Rosenkranz-Sonate Nr. 1 von Heinrich Ignaz Franz . Biber (1644-1704), einer freien, geradezu exzentrischen Fantasie, voller subjektiver Ausdruckskraft, sicher gespielt, keinen Takt lang langweilig. Ungewöhnlich die Begegnung mit dem berühmten Kanon von Johann Pachelbel (1653-1706), der meist von größeren Streicherensembles gespielt wird, in der überaus durchsichtigen Fassung der drei Geiger.
Ein Uhrwerk, so erläuterte Gertrud Dingler, sei in dieser Musik dargestellt, eine Deutung, die sicher nicht unplausibel ist. Verhalten, präzis und klar: ein kurzes Adagio cantabile von Pietro Nardini, interpretiert von Marie-Luise und Gertrud Dingler. Und dann ein wunderbarer Abschluss, brillant, klar, spritzig und leuchtend: ein Orgelkonzert des Böhmen Franz Xaver Brixi (1732-1771), heiterste, melodisch inspirierte Frühklassik, froh wie ein jubelndes Osterlied. Dies war nun eine reine Familienangelegenheit, die Einrichtung für zwei Violinen und Orgel war - mit winzigen Abstrichen - plausibel, das Kammerorchester fehlte nicht, dafür leuchteten - Christoph Dingler hatte streicherisch den Hauptpart - die temperamentvoll, manchmal spannungsreich am Rand der Schärfe gestrichenen Geigenpassagen, während die wunderbar warme, klangschöne und durchsichtig disponierte Orgel von Gertrud Dingler zu unbeschwerter Höchstleistung animiert wurde. Am Ende: heiterer, dankbarer Applaus. Und nochmals der Mittelsatz des Vivaldi-Konzerts. |
Kultur Regional (Frankenthal),
11.3.2004Junge Talente an Saiten und Tasten Konzert der "Jugend musiziert"-Preisträger (...)
die "Allemande" aus der Partita I h-moll (BWV 1002) für Solovioline hat sich der junge Künstler Christoph Dingler ausgesucht,
und das will schon etwas heißen. Er demonstrierte, dass diese Musik - eigentlich eine Folge von Tanzsätzen - mehr sein will (...);
abstrakt und diffizil ist ihre Struktur. Vielmehr gelangt Bach durch vierstimmige Akkorde, verdeckte Polyphonie, Ungebärdigkeit, zerklüftete
Passagen und kühne Modulationen zu einer Vieldeutigkeit, die damit eine höhere, ja metaphysische Ebene erreicht. (...)
(dkx) | |
Kultur Regional, 9.3.2004 Die Besten zeigen ihr Bestes Preisträgerkonzert des Regionalentscheid "Jugend musiziert" in Grünstadt - Marie-Luise Dingler herausragend (...) Bis die Leistung mancher Preisträger der von Marie-Luise Dingler aus
Bockenenheim nahe kommt, braucht es noch etwas Übung, denn die junge Violinistin, die in der Alterklasse VI das beste Ergebnis und damit die Qualifikation für den Landeswettbewerb erhielt, darf getrost als Überfliegerin der Matinee bezeichnet werden.
Ihr Vortrag - am Flügel begleitet von Gertrude Dingler - zeigte ein hohes Maß an Professionalität und lässt darauf schließen, dass die junge Künstlerin eine große musikalische Karriere vor sich hat. Marie-Luise Dingler überzeugte mit einer überaus sicheren Technik, mit brillantem Ton und einem ausgewogenen Vortrag. Sehr elegant verlieh sie der "Polonaise brillante D-Dur, op. 4 - Allegro maestoso" den nötigen
Glanz (...) |
Kultur Regional, 4.11.2003 - von
Anja BenndorfGeigenklänge und Kaffeeduft Violinduo Dingler begeistert in der Grünstädter Villa Roos mit Salonmusik Es duftet nach frisch gemahlenem Kaffee in der Villa Roos in Grünstadt. Zwischen Stuckdecke und Parkettfußboden parlieren Jung und Alt an liebevoll dekorierten Tischen im Kerzenschein. Andere balancieren auf ihren Tellern Creme-Tortenstücke und Petit Fours mit dem Konterfei zweier Schüler des Leininger-Gymnasiums: Es sind die Gesichter von Marie-Luise und Christoph-Friedemann Dingler aus Bockenheim, deren Auftritt als Violinduo mit Spannung erwartet wird. Mutter Gertrude, diplomierte Konzertmeisterin für Orgel und Cembalo, spielt sich am Klavier warm. Gleich wird sie ihre Kinder begleiten: Zehn Jahre nach der Schließung des Cafes „Kurpfalz" lebt für eine gute Stunde mit Salonmusik die Kaffeehausstimmung aus vergangenen Zeiten wieder auf. Mit einem Tango beginnt das kleine Ensemble, es ist mucksmäuschenstill.
Dann erinnert der 17-jährige Christoph mit „La Mattinata" an den erfolgreichen italienischen Tenor Enrico Caruso, und seine gut ein Jahr ältere Schwester entlockt ihrem Streichinstrument atemberaubend schnell einen Tambourin. Die vorzügliche Darbietung wird mit großem Applaus belohnt. Als es mit einem Tanz von Johannes Brahms weitergeht, stehen die ersten Gäste an der großen Flügeltür des Saales, in dem die Musik spielt. Sie kommen aus den hinteren Räumen, wo ein Großteil der gut 70 Besucher sitzt. Die Geigenklänge erreichen zwar auch dort die Ohren, aber „das Auge isst mit", wie eine ältere Dame bemerkt. „Es wäre viel schöner, wenn ich von meinem Platz aus das Duo auch sehen könnte", kritisiert sie. Ja, es ist schon beeindruckend zu beobachten, wie die beiden Violinisten, die jeweils mit acht Jahren ihren ersten Unterricht erhielten, mit allen Sinnen ihren Instrumenten die Töne entlocken.
Die Mimik in ihren konzentrierten Gesichtern verrät es: Sie verschmelzen mit der Musik, für den Moment scheint es nichts anderes zu geben. Schwungvolle Klänge von professioneller Qualität sind das Ergebnis, präzise und klar gespielt. Das brachte den Schülern schon viele erste und zweite Plätze bei, „Jugend musiziert" - Wettbewerben auf Regional-, Landes- und Bundesebene sowie Auftritte im Ausland und zahlreiche Stipendien ein. Marie-Luise wurde in diesem Jahr Konzertmeisterin des Landesjugend-Symphonie-Orchesters Saar. Auf die Frage nach ihren Zukunftsplänen antworten die Geschwister wie aus einem Mund: „Geige studieren." Bislang im Hintergrund, gewinnt das Klavier bei einer Komposition des tschechischen Geigers Josef Suk, einem Urenkel von Anton Dvorak, an Aufmerksamkeit.
Mit einigen Soli belebt Gertrude Dingler den Ohrenschmaus, bei dem die Geigenklänge die Zuhörer wie auf sanften Wellen hin und her wiegen. „Wir haben das Stück aus dem Archiv von Radio Bremen", erzählt Gertrude Dingler, die sich bei der anschließenden Gitarren-Serenade an ihre eigene Kindergartenzeit erinnert fühlt. Nach insgesamt neun klassischen Hochgenüssen, bei denen selbst schwierigste Passagen von den talentierten Nachwuchsmusikern mit unglaublicher Leichtigkeit gemeistert werden, will der Beifall kaum enden. So kommt das Dreiergespann auch nicht um eine Zugabe herum, obwohl die Pianistin betont, dass man am Sonntag, 7. Dezember, noch einmal die Gelegenheit habe, das Ensemble in der Villa Roos zu hören. „Allerdings mit einem völlig anderen Programm", kündigt sie an. |
Kultur Regional, 14.10.2003Es begann mit einem wunderschön romantischen überraschenden Melodienzauber des Violinduos Christoph und Marie-Luise Dingler, begleitet von Gertrude Dingler am Klavier. Leoncavallos "La dolce notte" konnten die beiden Jugendlichen mit mal schmachtendem, mal impulsivem Ton äußerst sauber in der Intonation
vortragen (...) Ein wahres virtuoses Meisterstück gelang Christoph Dingler mit Montis Csardas. Jeder Ton war präzise gestaltet, die schwierigen Flageolettöne waren alle sauber und perfekt zu hören, der große Faden wurde nie verloren, ein rasantes Tempo vorgelegt ... Mit der Polonaise des polnischen Romantikers Wieniawski entfaltete Marie-Luise Dingler zusammen mit Gertrude Dingler ein weiteres virtuoses Feuerwerk der Vortragskunst auf der Violine. Sie stand ihrem Bruder in nichts nach, sprang munter auf den Saiten hin und her, nuancierte die schönen Kantilenen bei höchstem
Schwierigkeitsgrad (...) Sarasates "Zappateado" unterstrich nochmals die Könnerschaft Christoph Dinglers, der die Violine in neue Klangwelten eintauchen ließ, sehr zum Gefallen des Publikums. |
Rheinland-Pfalz Kurier, Mai 2003Zwei Rheinland-Pfälzer Christoph und Marie-Luise Dingler - Jugend, die musiziert Das Geschwisterpaar Christoph & Marie-Luise Dingler aus Bockenheim/Pfalz hat in jungen Jahren schon viel erreicht. Das hochbegabte und zielstrebige Violinduo arbeitet eng zusammen. Große Ziele haben sie vor Augen. Viele Preise haben sie für ihre Kunst schon bekommen - darunter der 1. Bundespreisträger von „Jugend musiziert". Sie sind 17 und 18 Jahre alt, gehen noch zur Schule und studieren gleichzeitig als Jungstudenten an der Musikhochschule Mannheim. „Ihre Namen muss man sich merken", heißt es in Fachkreisen. Trotz der Doppelbelastung machen sie die beiden Gedanken über Gegenwart und Zukunft der klassischen Violinmusik. Sie möchten ihre Kunst aus dem Nischendasein holen, beschreiben sie selbstbewusst ihr Ziel. Mit der Violine gelingt es, alle Nuancen der Emotionen auszudrücken. Dass es ihnen gelingt, die Hörer in ihren Bann zu ziehen, beweisen die Standing Ovations, die sie nach ihren Auftritten erleben. Sie wollen keine stummen, sprachlosen Künstler sein und melden sich zu aktuellen Themen zu Wort. Zu Gast im Bayrischen Rundfunk als kritische Beobachter des Musikrates, als Auftraggeber für Violinduos bei einem spanisch/deutschen Komponisten versuchen die jungen Künstler mit neuer Musik, der Violine wieder den Platz im Herzen zu verschaffen, der ihr gebührt. Mit Erst- und Uraufführungen im klassischen Bereich sind sie auch immer mit neuen Herausforderungen konfrontiert. |
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Die frisch gebackenen Landessieger im Wettbewerb "Jugend musiziert" mit Berechtigung zur Teilnahme am Bundesentscheid machten überzeugend deutlich, warum sie von Fachleuten so hoch bewertet wurden. Als Duo und im Trio mit der Mutter und Liederkranz-Dirigentin Gertrude Dingler am Klavier spielten die Geschwister eindrucksvoll und ihre Zuhörer begeisternd Werke von Ruggero Leoncavallo, Giovanni Platti und als eines der Highlights zusammen mit dem Frauenchor "Der Rheinische Wein tanzt gar fein" von Adam Krieger (1634 -1666). Geradezu virtuos
entfaltete sich Christoph Dingler beim feurigen Csárdás. Und nach dem "Navarra" vom spanischen Violinvirtuosen und Erfolgskomponisten Pablo de Sarasate forderten die stürmisch applaudierenden Gäste das Duo zur Zugabe auf, die es natürlich auch
gab (...) |
Kultur Regional,
9.12.2002Anspruchsvolles Adventskonzert in Kindenheim (...)
So hervorragend Gertrude Dingler Bach spielte, so vorzüglich begleitete sie ihre Kinder. Dem Kritiker boten die Musici nichts, was zu bemängeln wäre. Die Interpretationen waren sorgfältig ausgearbeitet, die Kommunikation stimmte, Klarheit, Klangschönheit schien selbstverständlich, der Violinton strahlte, alles schien mühelos und selbstverständlich zu sein.(...) |
Kultur Regional, 31.10.2001Zwei Violinen auf Höhenflug
Weierhof: Preisgekröntes Geschwisterpaar konzertiert im Blauen Haus
Die Geschwister Marie-Luise und Christoph-Friedemann Dingler, beide vielfache Preisträger bei Jugend-Musiziert, konzertierten mit großem
Erfolg im "Blauen Haus" in Bolanden; begleitet wurden diese begabten Talente auf der Geige von ihrer Mutter Gertrude Dingler. (...)
Will man die Vielzahl der exzellenten Vorträge, die übrigens alle auswendig und mit absoluter spielerischer Sicherheit erfolgten, klassifizieren, so könnte man diese Miniaturen oder Kleinodien auch al kurze Charakterstücke zusammenfassen.
Das sagt freilich noch nichts über den künstlerischen Rang mancher Bravourstücke aus: Der Slawische Tanz nach Dvorak oder der Ungarische Tanz nach Brahms erfahren durch die konzertante Bearbeitung des legendären Fritz Kreisler durch Doppelgriffe und andere geigerische Finessen erst ihren hohen Schwierigkeitsgrad. (...)
Wirkt der Vortrag von Christoph-Friedemann etwas ruhiger, verinnerlichter oder durchgeistigter und ausgeglichener, verstand er es beispielsweise besonders, klare Strukturen und feinste melodische Linien herauszuziselieren, so erschien die nur ein Jahr ältere Schwester temperamentvoller und eine Spur virtuoser; ihr sehr lebendiges Geigenspiel wirkte unbedingt mitreißend (...) und hat bereits die Brillanz und Eleganz der Körperbewegung und Bogenführung großer Solisten.
Beiden gemeinsam ist eine spielerische Reinkultur in Intonation und Diktion, eine beseelte Ausdruckstiefe durch differenziertes Vibrato und nuancierte Bogenführung. (...)
Das Duo von Sarasate zeigte dann eine seltene geistige Übereinstimmung in allen interpretatorischen Belangen und war wie ein Fingerzeig für eine gemeinsame musikalische Zukunft. Die Mutter begleitete sehr dezent und öffnete alle Freiräume für die musikalischen Höhenflüge ihrer Kinder.
(R.H.)
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Kultur Regional, 22.9.2001Beeindruckend gespielt Am Donnerstagabend gab das Konzert der Preisträger einen beredten Einblick in den beeindruckend hohen Stellenwert der musikalischen Bildung aller 1. Preisträger. Zu ihnen gehörte auch die Violinistin Marie-Luise Dingler aus Bockenheim. In "Fratres", einem Werk für Violine und Orchester, ging sie ihren Solopart beherzt an, glänzte sowohl durch sauber artikulierte Arpeggienketten als auch durch einen füllig samtenen Ton bei der herb-süßen Achtel-Melodik. (mes) |
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